Herausragende IPU-Studierende ausgezeichnet
Zu Jahresbeginn hat die IPU Berlin vier herausragende Studierende aus dem Jahr 2025 ausgezeichnet. Neben der Verleihung des DAAD-Preises an Anna Fitzhugh wurden die jeweiligen Abschlussarbeiten von Laura Schwarzer, Ivan de Palma und Jakob Eisemann prämiert.
DAAD-Preis 2025: Anna Fitzhugh
Die Empfängerin des diesjährigen DAAD-Preises, Anna, stammt aus den USA und studiert an der IPU Berlin im Master Psychology with a Clinical Focus. Neben ihrem Studium setzt sie sich für Migrant:innen und marginalisierte Gruppen sowie für psychisch erkrankte Menschen ein und verfügt über mehrjährige Erfahrung in pferdegestützten Therapien (Equine-Assisted Therapy, EAT). Diese unterstützen insbesondere traumatisierte Menschen bei der emotionalen Stabilisierung; Anna führt sie in Berlin professionell und unter Einhaltung aller behördlichen Vorgaben durch.
Auch darüber hinaus engagiert sie sich praktisch: Bei „Moabit hilft“ unterstützt sie Geflüchtete und ihre Familien, und über das Nationalities Service Center in Philadelphia wirkt sie an der Verteilung von Hilfsgütern mit. Durch diese vielfältigen Aktivitäten hat Anna nicht nur fundierte wissenschaftliche Kompetenzen erworben, sondern auch internationale Zertifikate u. a. zu Flucht- und Migrationstraumata, Kinderrechten und innovativen therapeutischen Ansätzen.
Angesichts dieser Verbindungen wissenschaftlicher Exzellenz mit besonderem gesellschaftlichem Engagement fiel es der Jury der IPU leicht, sie einstimmig für den Preis zu nominieren, wie Prof. Dr. Jan-Hendrik Olbertz, Präsident der IPU Berlin, in seiner Laudatio betonte.
Der DAAD-Preis ist eine bundesweite Auszeichnung für internationale Studierende an deutschen Hochschulen, die exzellente akademische Leistungen mit hohem gesellschaftlichem und interkulturellem Engagement verbinden. Er wird aus Mitteln des Auswärtigen Amts finanziert und von den Hochschulen selbst vergeben.
Prämierte Abschlussarbeiten 2025
Beste Bachelorarbeit: Laura Schwarzer
Laura Schwarzer, Absolventin des Bachelorstudiengangs Psychologie, hat mit ihrer Arbeit ein herausragendes Beispiel für interdisziplinäres Denken und klinische Sensibilität vorgelegt. Ihre von Dr. Florian Dreyer betreute Arbeit (Code-Switching in der Psychotherapie – Die Exploration von affektiven Platzhaltern) untersucht das Phänomen des Wechsels zwischen zwei Sprachen innerhalb einer therapeutischen Interaktion als affektiven Platzhalter und therapeutisches Werkzeug.
Ausgehend von ihrem Interesse an Mehrsprachigkeit und psychodynamischen Prozessen zeigt Laura, wie Patient:innen über Sprachwechsel schrittweise Zugang zu emotional bedeutsamen Inhalten finden. In einer zunehmend multikulturellen Gesellschaft gewinnt dieses Phänomen besondere Relevanz – besonders in der psychotherapeutischen Praxis, wo Sprache nicht nur Kommunikationsmittel, sondern auch emotionales Instrument ist.
Seit ihrem Abschluss arbeitet Laura in der Jugendhilfe, wo sie ihre fachlichen und empathischen Fähigkeiten direkt in der Praxis einsetzt. Ab April 2026 wird sie ihren Weg in die klinische Psychologie fortsetzen: Sie beginnt den Teilzeit-Masterstudiengang Klinische Psychologie und Psychotherapie an der IPU Berlin.